Die US-Amerikaner

In den Vereinigten Staaten von Amerika finden sich heute nahezu alle Völker und Kulturen der Erde wieder. Vorwiegend englischer, deutscher und irischer Abstammung, leben mittlerweile auch viele Chinesen, Franzosen, Spanier und Italiener in den USA. Den typischen US-Bürger gibt es also nicht.

 

Bevökerung

Mit einem Anteil von etwa 74 Prozent bilden die sog. Weißen den mit Abstand größten Teil der Gesamtbevölkerung der USA (ca. 280 Millionen Menschen).

Die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe bilden die Afroamerikaner mit einem Anteil von nahezu 13 Prozent. Weitere 10 Prozent nehmen die Menschen lateinamerikanischen Ursprungs ein und der Rest verteilt sich auf Indianer, Asiaten, Eskimos und Alëuten.

Bild: Stolze US-Amerikaner mit Nationalflaggen
Besiedlungsdichte

Während im Nordosten der USA auf etwa 20 Prozent der Gesamtfläche beinahe die Hälfte der Bevölkerung lebt, ist der Südwesten relativ wenig besiedelt.

Mit einer Dichte von lediglich ca. 3,4 Einwohner pro Quadratkilometer leben beispielsweise in Nevada auf knapp 299 Quadratkilometer nur 1,9 Millionen Menschen, diese jedoch hauptsächlich in den Städten Las Vegas und Reno. Zum Vergleich: In Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat der USA, leben fast 34 Millionen Menschen.

 

Fluktuation

In den USA besitzen verhältnismäßig viele Menschen ein eigenes Haus. Die US-Amerikaner sind im Gegensatz zu den Europäern nicht so sehr ortsgebunden, ziehen in ihrem Leben, sich nach den entsprechenden Umständen richtend, teilweise mehrfach in andere Regionen und Bundesstaaten um und veräußern ihre Immobilie dann wieder recht schnell.

Andere hingegen besitzen aus diesem Grund ein sog. Mobile Home, ein versetzbares Haus. Aber: Nicht wenige US-Bürger werden im Alter dann doch sesshaft – so z. B. in Kalifornien, dem Sonnenstaat.

 

Soziale Absicherung

Sind in Europa und vergleichbaren Industriestaaten die sozialen Netze sehr dicht und verbindlich geknüpft, ist in den USA eher das Gegenteil der Fall: Es fallen hier sehr viele Menschen aus diesem Grund in Probleme wie Armut, Obdachlosigkeit, Alkoholismus und Krankheit.

Die Kirche ist es hier, die gegen die staatliche Sozialpolitik ankämpft: Auf meist ehrenamtlicher Basis arbeitend, gibt es enorm viele Aktivisten, die sich diesen Problemfällen annehmen und Hilfestellungen leisten.

 

Bildung

Das Bildungswesen in den Vereinigten Staaten von Amerika gliedert sich in drei Stufen: Die Primary und Elementary School sind die für alle Heranwachsenden verbindlichen Bildungsstätten.

Hierauf besteht die Möglichkeit, die High School bis zu ihrer 12. Klasse zu besuchen. Deren Absolventen steht darüber hinaus der Weg zum College und darauf zur University offen.

Eine berufliche Ausbildung, wie man sie hier in Deutschland kennt, gibt es in den USA nicht: Learning by doing heißt hier die Devise – Einarbeiten in einem Betrieb.

Da es für US-Amerikaner durchaus üblich ist, mehrmals im Leben einem anderen Beruf nachzugehen, kommt ihnen diese Art Ausbildung natürlich entgegen.