American Natives

Sie sind die Ureinwohner Nordamerikas, die Indianer, und ihre Stämme tragen solch klangvolle Namen wie Navajo, Anasazi, Hopi, Apache oder Cheyenne.

 

Indianerreservate

Zum grösen Teil in Reservationen lebend, vorwiegend im sog. Four-Corners (Grenzgebiet der vier Staaten Arizona, Utah, Colorado, New Mexico) sowie im Südwesten New Mexicos und Nordosten Arizonas, befinden sich hier, nach Oklahoma und Kalifornien, landesweit die meisten Indianer.

Bild: Indianer bei einer Vorführung

Im Zuge des 1954 verabschiedeten Umsiedlungsgesetzes sind auch viele Indianer in die Städte gezogen, um Arbeit vermittelt zu bekommen und lange Anfahrtswege zu vermeiden. Dieses Gesetz sollte einerseits die Integration der Indianer in der Gesellschaft fördern, andererseits eigenständige Entwicklungen innerhalb der Reservate vermeiden.

 

Sprache

Neben Englisch sprechen Indianer, je nach Region, auch Spanisch sowie ihre indianische Sprache. Auch dies liegt in der Historie beründet: Während im südöstlichen Teil der heutigen USA die Spanier (Hispanics) das Land für sich beanspruchten, waren dies im nordöstlichen Teil vorwiegend die Engländer. Beide verboten den in den von ihnen eingenommenen Gebieten lebenden Indianern das Pflegen ihrer eigenen Sprache.

 

Religion

Lange Zeit war den American Natives ihr Glaube verboten. Daher sind die meisten Indianer heute offiziell Christen.

Doch durch die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika ist es ihnen mittlerweile wieder gestattet, ihrer ursprünglichen Glaubensrichtung nachzugehen. Teile dieser indianischen Religion zeigen sich in Form von Tänzen und Ritualen, welche im Übrigen ursprünglich nur dem Selbstzweck dienten und nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren.

Kommt man heute in den seltenen Genuss, an einer solchen Darbietung teilzuhaben, sollte man die meist strengen Verhaltensregeln der Indianer respektieren. Auch sollte man das Fotografieren oder Filmen unterlassen.

 

Kunst

Neben der Herstellung von Töpfereierzeugnissen, Gemäden und Schmuck drückt sich die Kunst der Indianer vor allem auch in deren Architektur aus.

Gerade in den sog. Pueblos (Ansiedlungen, kleine Indianerdörfer) kann man sich hiervon recht gut einen Eindruck verschaffen. Sehr interessant sind darüber hinaus auch die in Felsen gehauenen Häuser und Wohnstätten (Mesa Verde und Montezuma Castle).

Erwähnenswert sind vor allem auch die historischen Kunstwerke der Indianerkultur: Felsenbilder, Textilien, Holzschnitzerei und kunstvolles Flechtwerk.

 

Einkommen

Ihr Einkommen bestreiten die Indianer heute üblicherweise mit dem Verkauf künstlerischer Erzeugnisse sowie durch Anstellungen im Baugewerbe. Darüber hinaus betreiben viele Indianer Ackeranbau und Viehzucht. Doch gerade der Verkauf von handgefertigtem Schmuck ist eine der tragenden Einkommensquellen.